℗ & © by Songwriter Norbert Müller 2021. Text, Musik, Gesang, Akustikgitarre,
Stage-Piano, Keyboards, Drums Toontrack EZ-Drummer 2

Es sind wahre Kindheitserinnerungen, als ich mit meinem Cousin und Schulfreunden bei uns hinterm Viemarkt bei der Donau auf einer wilden Wiese zu einer Pfütze gegangen sind. Dort haben wir Kaulquappen gefangen und sie mit nach Hause genommen, dort in ein Terrarium  gesetzt und jeden Tag zugeschaut wie  die Tiere sich zu Fröschen entwickelten. Später setzten wir sie auch wieder in die Pfütze aus.

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern wieviel Interesse und Freude ich daran hatte das alles zu beobachten, ich las auch im Lexikon darüber und war sehr fasziniert!

Doch eines Tages sahen wir einen Bagger und Bauarbeiter die einfach diese Pfütze platt machten und es wurden Reihenhäuser mit Garagen gebaut.

Diese Geschichte fiel mir vor kurzem wieder ein, als wir in der Natur beim Wandern waren und so einige Biotope sahen. Ich erzählte diese Geschichte und so entstand dieser Song, ein Blues der Faszination und Schmerz ausdrückt. 

Bloß a Pfitzn!

Bin oft ois Kind, an a Pfitzn hi ganga,
Und hob do a boa, Kaulquappm g’fanga
Dann hob i’s in a Terrarium, nei doa – da-hoam
Und zuagschaut, wi’a kloane Freschal san draus wor’n

So interessant und so scheee
De Natur zu vasteh‘  (verstehen)

War oft an da Pfitzn , mit meine Freind
Bei de nettn Viechaln, do warn mir vereint
Libellen de schwirrn, sogoa an Lurch homma g‘seng
Käfer de grack’ln, sogor kloane Fischal hod’s gem

Nachad wollt‘ ma wieda, an‘d Pfitzn geh
Auf oamoi seng ma, an riesen Bagger steh‘
A Arbeiter schreit laut, schleicht’s eich davo
Eltern haften für ihre Kinder, wos woilts ihr do?

So traurig und so gemein,
kenna blos Mensch‘n sein!

Der zuckt mit de Axln, und moant dann doch,
jamei des war ja bloß, a dreckat’s Loch!
et’zt kummt a Garage hi, sog’ta ganz g‘schert
und dann wer’d sowieso, oiss zuuu-aaa teert

Und wenn i jetzt oft, in de Natur geh’
Und irged wo, a Biotope seh’
Dann foit‘s ma ei, de Pfitzn mit so vui Lebm
De Begeisterung, hod mir damals so vui gem!

So interessant und so scheee
De Natur zu vasteh‘

Unds nachat kummt oana, schmeißt sein Müll einfach weg
Zuckt bloß mit de Axln, am Oasch mi leck
Andre schmeißn’s a weg, sogt’a ungeniert
Des g’hört sowieso oiss zua betoniert,

So traurig und achtlos,
Mensch du machst mi echt sprachlos!